• Horst Eisterer

Bauliche Entwicklung in Zürich (Kernprobleme)

Die Diskussion über den Kommunalen Richtplan generierte u.a. die nachstehende Aufstellung.

1 Wachstum und Zuwanderung in die Stadt. Potential der Umnutzung

Wir ZürcherInnen wollen mehrheitlich nicht übermässig verdichtet werden. Nach den Prognosen soll die Stadt bis zum Jahr mehr Einwohner als die Stadt Winterthur aufnehmen, d.h. bis 2050 100’000EW. Der Kantonale Richtplan soll es so vorgeben. https://www.zh.ch/content/dam/zhweb/bilder-dokumente/themen/planen-bauen/raumplanung/dokumente/richtplaene/Besch_KR_Richtplantext.pdf


Fragen:

  • Wie wird die Entwicklung wirklich sein?

  • Lässt sich die Zuwanderung überhaupt beeinflussen? Derzeit soll die Zuwanderung sehr mini sein, ev. als Folge der Covidpandemie

  • Wie gross ist das Potenzial der Umnutzung Büro zu Wohnungen?

  • Wie gross ist der Einfluss der Pandemie auf die Weiterentwicklung? Siehe auch Anhang.

2 Städtebau

Der vom AfS betriebene Städtebau muss korrigiert werden(masslos, willkürlich, konzeptlos, investorenorientiert). Stadtrat Odermatt lässt das AfS und das von den Interessen der Bau- und Immobilienwirtschaft gesteuerte Baukollegium gewähren.

Offensichtlich haben die Investoren grossen Einfluss

Spannend werden die Ergebnisse der Testplanung zu Hochhäusern sein. Wir erwarten das Resultat nach der Abstimmung Ende Jahr oder im Frühjahr. Es würde überraschen, wenn der Verdichtungs- und Hochhauswahn durch diese Planung gebrochen würde. Es ist zu befürchten, dass der Hybridstädtebau fortgesetzt wird (Flachbau mit hoher Dichte wird mit Hochhäusern angereichert, um extreme Dichte zu erreichen.) Siehe c.

3 Menschen- und umweltfeindliche Überverdichtung

Sie erzwingt Hochhäuser. Die GLP schwärmt sogar von Hochhausballungen

(Depot Hard, Thurgauerstrasse, Heinrichstrass, Letzi, …)

4 Rückbau von Wohnsiedlungen und Gebäuden

Das muss sofort aufhören! Es ist leider wenig bekannt, dass für den Hausbau etwa gleich viel graue Energie und CO2 freigesetzt wird, wie in der Nutzungphase von 50 bis 60 Jahren verbraucht wird.

Wir brauchen eine transformatorische Stadt. Bauen muss weiterbauen sein. Wir brauchen dringend eine Umbauordnung!

(Siehe auch Dokumente der A4F Deutschland)

Derzeit geschieht das Gegenteil.

(Den Widerstand gegen den Abriss ganzer Wohnsiedlungen halte ich für noch für wichtiger als gegen den Richtplan.) Leider habe ich dazu im Abstimmungsheft zum Siedlungsrichtplan nichts gefunden, obschon man der Meinung sein könnte, unser Verhältnis zum Baubestand hätte auch in den Siedlungsrichtplan gehört.

5 Partizipation

Entscheidungen, von denen ein ganzes Areal, die Nachbarschaft erheblich betroffen ist, dürfen nicht hinter verschlossenen Türen des AfS gefällt werden. Die Nachbarschaft oder die Bevölkerung ist vor der Inangriffnahme der Planung einzubeziehen. In der Skala Orientierung-Anhörung-Mitwirkung-Mitbestimmung müssen die letzten 2 angewendet werden. Eine Möglichkeit ist, Geschäfte zusammen mit einer parlamentarischen Kommission zu behandeln. Die Entscheidungen müssen begründet werden- Das AfS versteht heute Partizipation als rechtlich nicht legitimiert und will die Oberhand behalten - zusammen mit involvierten Architekten und der Immobilienwirtschaft. Das AfS muss zukünftig Partizipation als Dienstleistung an der Bevölkerung verstehen.

Die Schrift «Mitwirkungs- und Beteiligungsprozesse Checkliste» liegt unbenutzt in den Schubladen der Ämter

https://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/stadtentwicklung/gesellschaft-und-raum/einbezug-quartiere/beteiligungsprozesse/checkliste_mitwirkung.html

6 Bodenrecht

Einfluss des Bodenrechtes und des Bodenmarktes auf die Preise von Liegenschaften, Eigentums- und Mietwohnungen. Mittel zur Entschärfung der Entwicklung

 

Gleich wie die Abstimmung am 28.11. ausgeht - diesen Problemen müssen wir nach meiner Meinung grösste Aufmerksamkeit schenken.

Auch muss unsere Stimme, zusammen mit unseren befreundeten Ins etc. lauter werden.

Wir brauchen diesbezüglich als unpolitische und nicht routinierte Leute Support.

(Siehe auch neuere Literatur)